Leistungen des Steuerberaters für die Gläubiger, das Insolvenzgericht sowie den Insolvenzverwalter

Das         Insolvenzgericht bestellt den vorläufigen Insolvenzverwalter.         Die Gläubiger können auf der ersten Gläubigerversammlung den vorläufigen         Insolvenzverwalter im Amt bestätigen oder einen neuen Insolvenzverwalter         wählen. Für die fachliche Eignung des Steuerberaters als Insolvenzverwalter         spricht insbesondere seine fundierte betriebswirtschaftliche Ausbildung         sowie die bereits durch die Berufsordnung der Steuerberater vorgeschriebene         Verpflichtung zur Unabhängigkeit, Eigenverantwortlichkeit, Gewissenhaftigkeit,         Sachlichkeit und Verschwiegenheit. Wird der Steuerberater als Insolvenzverwalter         tätig, richtet sich seine Vergütung nach den Vorschriften der Insolvenzverwaltervergütungsordnung         (InsVV).


Der         Steuerberater kann als Gutachter für Kreditinstitute, den Hauptgläubigern         in Insolvenzverfahren, tätig werden, indem er eine Einschätzung über die         Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage des betroffenen Unternehmens, über         deren Ursachen sowie über die zu erwartende wirtschaftliche Entwicklung         abgibt. Wird der Steuerberater als Gutachter von privater Seite         beauftragt, so gelten hinsichtlich der Vergütung die allgemeinen         Vorschriften des BGB.

Um den         betriebswirtschaftlichen Anforderungen der Insolvenzordnung hinsichtlich         der Beurteilung der Lage und der Zukunftsaussichten des Unternehmens         sowie hinsichtlich der Prüfung des Insolvenzplanes gerecht         zu werden, können das Insolvenzgericht oder der Insolvenzverwalter         einen Steuerberater als Sachverständigen einsetzen. Für diese gutachterliche         Tätigkeit erhält der Steuerberater eine Vergütung nach dem Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetz (JVEG).

Der Steuerberater         kann den gesamten Insolvenzplan oder Teile des Insolvenzplanes         für den Insolvenzverwalter erstellen. Grundsätzlich gilt auch hier,         dass die Vergütung nach Maßgabe der Üblichkeit, der Billigkeit oder nach         freier Vereinbarung berechnet wird. In Abhängigkeit von der Aufgabenstellung         können Wert- und Zeitgebühren für einzelne Tätigkeiten vereinbart         werden.

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